Neue Bilderausstellung im Rathaus von Kim Giebenhain und Rolf Wagner


Zur Person der ausstellenden Künster:

Kim Giebenhain

ist eine 20 jährige, vorwiegend in Öl malende Künstlerin, die in Gießen  Physik studiert. Seit ihrer Kindheit begeistere Sie sich für das Malen und für Kunst, vor allem Acryl- und Aquarellmalerei. Die Malerei ist ein Ausgleich für ihr naturwissenschaftliches Studium.


                        


Rolf Wagner


Die Arbeiten Rolf Wagners sind im Grunde keiner bestimmten Stilrichtung zuzuordnen. Grundzüge des Impressionismus und Expressionismus, einer Epoche für die er schon früh große Begeisterung empfand, blieben jedoch seit Beginn seiner malerischen Tätigkeit erhalten. Dabei wurde zu keinem Zeitpunkt ein bewußter „Neo“-Gestus eingenommen, sondern persönlich interpretiert und automatisch in die Gegenwart übersetzt. Obwohl er die Entwicklungen der Kunstszene stets interessiert verfolgte, schielte Wagner nie auf aktuelle Strömungen und Trends, um mit ihrer Hilfe seinen eigenen Output kurzfristig dem Zeitgeist anzupassen.

Sein Werk ist somit auf eine unberührte Art und Weise autark. Man versteht dies, wenn man seine Situation genauer betrachtet: Über viele Jahre widmete sich der Maler seiner Familie und dem Beruf und nutzte die Malerei in erster Linie als geistige Oase. Sie bedeutete für ihn aber immer auch eine Projektionsfläche für ästhetische Überlegungen und die Auseinandersetzung mit dem Medium selbst.

So entwickelte Wagner unbemerkt von der Öffentlichkeit einen eigenen Stil, beeinflußt vom späten Lovis Corinth, Oscar Kokoschka und Lyonei Feininger. Zu der figürlichen, vom Duktus des Pinsels bestimmten Malweise, geselle sich in den späten 90er Jahren eine zunehmende Abstraktion der Sujets zu Flächen und Linien. Der Maler gönnt seinen Bildern seitdem mehr spielerische Freiheit, wie sie uns etwa aus dem Werk Paul Klees bekannt ist.

Die letzten Ergebnisse zeigen, dass es Rolf Wagner nun gelungen ist, die beiden Alter Egos „Figürlich“ und „Geometrisch“ immer harmonischer miteinander zu verbinden. Aus den beiden gegensätzlichen Richtungen hat sich ein neuer Stil entwickelt, der gereift wirkt.

Die Entwicklung kann jederzeit neue Formen hervorbringen“ sagt Wagner und wechselt entspannt zwischen verschiedenen Werkgruppen hin und her. Der Versuch wird immer vor das Ergebnis gestellt. Dabei wurde Manches verworfen und Anderes bewährte sich. Rolf Wagners stilistischer Kontinuität war es somit vergönnt, sich in aller Ruhe, im Laufe der Jahre zu entwickeln und wurde nie krampfhaft forciert. Ein privater Kosmos entstand, der sich erst vor wenigen Jahren dem öffentlichen Blick sichtbar machte.





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